Archiv für den Monat: Januar 2014

Ich deutete es gestern bereits an: Mein Fisheye erzielt am Vollformat erwartungsgemäß nicht so gute Ergebnisse, man sieht es an diesem Bild von gestern:
IMG_3471
Es ist nicht mein Lieblingsobjektiv, ich habe aber bei wirklich jedem Shooting bisher einige sehr sehenswerte Bilder und Making-ofs damit gemacht. Die Vignettierung lässt sich bei meinem Walimex  8mm leider nicht vermeiden, nicht nur wegen der festen Gegenlichtblende.

Langfristig muss also ein anderes her, nur welches?
CanonL8mm (ein bisschen teuer)?
10-20mm (ich habe das 24-70L2,8, das wäre ein guter Anschluss daran…)?
Fremdfabrikate (insbesondere Sigma)?
Da würden mich wirklich einmal Eure Erfahrungen interessieren. Auch, wenn jemand dieses am EF-S wunderbare Objektiv kaufen möchte, meldet Euch gerne.

#30/364 DJane

Heute war im im ehemaligen Umspannwerk. Sehr cool dort, das Gebäude und sein Inhalt sind einen eigenen Post wert (ein andernmal…).

Ich habe mit Maya ein DJane Shooting gemacht, dabei festgestellt, dass ich ein besseres Fisheye benötige  – und am Ende ist doch der Stempel wieder zum Vorschein gekommen…
(wie immer sind alle Bilder völlig unbearbeitet)
BildBildBildBildBildBild

#29/364 – Das HvK-Trauma

Es begann gestern mit einem unvorsichtigem „mag ich“ auf der Facebookseite von Christoph. Schwupps wurde mir ein Künstler zugewiesen und ich sollte, wörtlich:

The idea is to occupy Facebook with art, breaking the monotony of photos of lunch, sushi, and sports. Whoever likes this post will receive an artist and has to publish a piece by that artist with this text.

Wie gesagt, schnell gemocht und mir wurde Heinrich von Kleist zugewiesen.
Ich starte daraufhin eine Suche nach einem Richter mit Restalkohol, der Adam heißt, gestern in der Kneipe war, dort randaliert hat und deswegen jetzt möglichst verhauen aussieht. (die kulturell gebildeten unter meinen Lesern werden wissen, warum…)
Das ist auf einem Mittwoch nicht ganz so leicht. Um die Aufgabe zu erfüllen, musste also eine szenisch korrekte fotografische Umsetzung ausfallen und so entschloss ich mich vorhin, es ehrlich mit meiner persönlichen Beziehung zu Kleist’s Werk zu versuchen (einfach nur etwas Text posten war mir dann doch zu platt).

Das ist gar nicht so einfach für einen Ex-Gymnasiasten, in dessen Schulzeit Brokdorf und der Doppelbeschluß, Anna Seghers und das siebte Kreuz, der heiße Herbst und ein Bundeskanzler Schmidt gehörten. Ich habe Kleist nie gemocht, ich habe mich redlich um die zugehörigen Referate gedrückt und so sind mir nur wenige Dinge von Ihm im Gedächtnis geblieben. Einige davon stehen in dem blauen Buch auf dem Foto, in mittleren einstelligen Zahlen chiffriertBild

Im Gedächtnis geblieben ist das Moralstück vom zerbrochenen Krug. Aufgemacht als einfaches Bauerntheater ist es bei genauerem Hinsehen auch heute noch ein lehrreiches Abbild der Amtlichkeit, ein Blick in den Abgrund des Menschen und ein Lehrstück in der Verwendung von Symbolen und Metaphern. Das beginnt mit der Namenswahl der Protagonisten (Dorfrichter Adam und die schöne Eve als Anspielung auf den Sündenfall), endet mit der bei Saufen verlorenen Richterperücke, die ihn später überführt und sein Amt entweiht. Dazu eine schon derbe Sprache, ganz nach meinem Geschmack. Zum Lesen geht’s so (ich hasse Reclamhefte zutiefst), als Theaterstück recht kurzweilig.

Schade, all dies habe ich während der Schulzeit nie erkannt.

Hier noch der Link zu den sehenswerten Bildern von Christoph, die noch bis  Freitag in der Galerie Arppe hängen und dort erworben, zumindest aber bestaunt werden sollten. http://www.christoph-herz.de/

Und um jetzt die Aufgabe vollständig zu erfüllen, hier der Aufruf zum Mitmachen:

The idea is to occupy Facebook with art, breaking the monotony of photos of lunch, sushi, and sports. Whoever likes this post will receive an artist and has to publish a piece by that artist with this text.

#28/364 – Josephine

Heute war Josephine vor der Kamera. Ein kurzweiliger, lustiger Abend mit vielen schönen Bildern. Hier nur eine kleine Auswahl.

Bei der Gelegenheit ein Wort zu den Shootings: Ich mache das erste Shooting mit einer mir unbekannten Person gerne im Studio, dabei entstehen sehr klassische und konservative Portraits. So haben wir in der ersten Hälfte des Abend genügend Zeit, uns heranzutasten, um dann in der zweiten Hälfte unsere gemeinsam entwickelten Ideen umzusetzen. Erst nach einem solchen Abend macht es in meinen Augen Sinn, sich an fotografische Projekte oder thematische Shootings gemeinsam heranzutrauen.

Und ein paar nette Bilder fürs Portfolio kommen so auch dabei heraus.
Es gibt alle Bilder immer gleich mit, unbearbeitet, denn ich bearbeite sehr selten und nur äußerst ungern.

Vielleicht äußern sich meine Models einmal zu ihren Eindrücken in den Kommentaren…

#27/264 – Konzert in Lübeck

Bild

aus dem Projekt 364, der heutige Beitrag
(Man muss nicht besonders helle sein, um zu erkennen, dass ein Jahr lang täglich ein Bild in diesen Zyklus aufgenommen wird. Ich möchte mich bemühen, dass dieses Bild mich jeweils bewegt hat, mich beeinflusst oder mir passiert ist. Weil ich in diesem Jahr wieder kräftig reise, erlaube ich mir einen Varianzpuffer von drei Tagen als „flash-to-bang-time“. Heute ist so ein Fall: das Bild ist von meiner gestrigen musikalischen Fortbildung in Lübeck (mit der grandiosen Franziska Buchner, https://www.facebook.com/franziskabuchnergesang)
Alle älteren Beiträge sind übrigens hier: https://www.facebook.com/JensensWohnzimmerstudio)

ein paar weitere Erläuterungen...

Ach, eigentlich brauche ich hier keine Erläuterungen posten – meine fotografische Gedankenwelt sollte mit der Zeit von alleine klar werden. Ihr müsst nur genau genug folgen, dann wird vieles klar.

Hier ein Bild meiner treuen Assistentin. Gerade bereitet sie das Wohnzimmerstudio für das morgige Shooting mit Josephine vor, wir werden morgen das erst Mal zusammen arbeiten. Ich habe meiner namenlosen Assistentin gerade letzte Instruktionen gegeben bevor es gleich zum Fototreffen im Klock8 geht (wie immer montags um sieben).
Einige Ideen geistern in meinem Kopf herum und wollen dort besprochen werden.

Das nächste große Projekt wird „Ein Rostocker Moment“, ein zeitgleiches Fotografieren von möglichst vielen Rostockern, in Rostock, am 23.03.2014 um 17:35. Wir wollen versuchen, so viele Facetten unserer Stadt wie möglich einzufangen und zu einer großen Collage zusammenzuführen. (schaut diesbezüglich auch gerne bei Facebook auf Jensens Wohnzimmerstudio unter den Veranstaltungen nach, Ihr könnt Euch dort bereits anmelden! Mehr Details wird es in Kürze auch hier dazu geben)
https://www.facebook.com/events/210953285775848/

Jensens Wohnzimmerstudio bloggt!

Jensens Wohnzimmerstudio ist ein privates, absolut unkommerzielles Projekt aus dem Herzen der Rostocker KTV (=Kröpeliner Tor Vorstadt). Ich mache lustige und entspannte Fotoshootings nach der Arbeit. Schön, spannend, natürlich kostenfrei, fröhlich und immer so, dass sich hinterher niemand schämen muss. Bei meinen Shootings bleiben meistens alle angezogen.
Jensens Wohnzimmerstudio sucht ständig neue Models, Fotografen, Helferlein, Locations, Feedback, Projekte, Ausstellungsfläche und Netzwerke.

… und warum jetzt ein Blog?

Hauptgrund:
Bisher war Jensens Wohnzimmerstudio hauptsächlich auf Facebook aktiv. Ein Passus  in den dortigen AGB sichert Facebook weitreichende Nutzungsrechte zu. Da mein Projekt ein völlig unkommerzielles ist, möchte ich den Mißbrauch der Bilder durch Facebooks Hintertür verhindern. Deshalb der „Umweg“ über dieses Blog.

Nebengründe:
…bloggen ist schick…kann man auch außerhalb von Facebook dieses Projekt verfolgen…mehr Möglichkeiten in der Gestaltung…besseres Bildermanagement…bessere Bildqualität…bessere Verlinkung mit anderen Fotografen…
…es gibt noch viele weitere gute Gründe.

Wie gewohnt werden diese Beiträge zukünftig natürlich immer noch bei Facebook erscheinen, nur eben als Link zu diesem Blog, statt als direkter Post.

Auf geht’s!