Allein in der Nacht – ein bißchen Frust

Ich hatte mich an diesem wunderschönen Tag bei Sabrina und Dirk im neu eingerichteten Studio bestens vergnügt, anschließend auf den wie immer genialen Ponyhof.
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Zu guter Letzt sollte ein Abend im eigenen Studio folgen. Geplant war Experimetelles, das mache ich am Liebsten.
Seit ein paar Tagen war auch das Model klar, heute morgen jedoch gab es eine Absage (Kein Geld für die Herfahrt). Flugs Ersatz gesucht, wohlgemerkt während der oben erwähnten Veranstaltungen. Eine suchte bereits die Klamotten ‚raus, es ginge dann aber nur morgen, heute nicht. Eine weitere hätte gestern gerne zugesagt, war aber zu spät dran und nun war es ihrerseits zu spät. Eine weitere sagte zu. Und eine Stunde später wieder ab. Noch eine Zusage einer anderen und eine weitere Absage, als ich bereits im Studio war. Da war es dann auch zu spät, noch jemand anderes zu zünden. Irgendwann macht man sich damit schließlich auch zum Horst.
So geht das nicht, liebe Mädels. Ich weiß von anderen Fotografen, dass es nicht nur mir so geht.  Jeder von Euch hat gute Gründe, die ich auch akzeptiere, aber in der Summe bin ich wieder einmal der Gelackte.
Und wenn ich schon einmal beim Meckern dabei bin: Ich habe zur Zeit einiges an Ausrüstung verliehen, an diverse Leute: zwei Objektive, vier Blitzköpfe, mehrere Stative, einige Fernauslöser, diverse Lichtformer, usw. .
Einiges gegen Entgeld (das kommt immer pünktlich wieder zurück), einiges für umme.
Ich habe ein wenig das Gefühl, dass ich da im Moment hinterher renne.
Meine Konsequenzen daraus sind nun:
1.) eine weitere Verringerung meiner TfP-Aktivitäten. Bisher habe ich das ab und zu, relativ häufig,  gemacht, um eine Portfoliodiversität hinzubekommen. Das möchte ich fortan nicht mehr. Einige wenige Ausnahmen gibt es noch, dort werde ich auf die dafür infragekommenden zugehen und bereits bestehende Verabredungen sind davon natürlich nicht betroffen.
Ihr könnt mich gerne buchen, meine Leistungen werden genauso gut sein, der Spirit bleibt derselbe und ich bin sicher, dass ich nicht anders ‚rumkommen werde als bisher.
2.) Das Wohnzimmerstudio hat eine sehr günstige Verleihliste seit einem Jahr im Netz. Die Leihgebühren daraus waren sehr knapp kalkuliert und ich habe so manches Mal die Augen fest zugedrückt. Ich habe die Liste eben vom Netz genommen. Vorerst wird es also erstmal keinen weiteren Verleih geben, bis diese Liste gründlich (das heißt kostendeckend) überarbeitet wurde.
3.) Ich werde meine Preise in diesem Zuge insgesamt mit erhöhen. Meine derzeitige Laune macht mir das ein bißchen einfacher, ich habe mich sehr lange dagegen gesträubt, obwohl das schon lange geboten war. Meine treuen Leser wissen das: ich nehme nur ungern Geld an.
Außerdem war ich im letzten Jahr einfach zu billig, das zeigt ein Blick in die Bücher. Zeit also für ein Update.
Herrje, irgendwie bin ich in letzter Zeit nur am Quaken. Dazu gibt es leider derzeit zuviele Gründe. Wer muntert mich auf?
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(Danke an Robert für die Bilder und an Sabrina und Dirk für die Location)

2 Gedanken zu „Allein in der Nacht – ein bißchen Frust

  1. Marcus Frank

    Recht hast du! Bin auch stets unzufrieden und momentan drückt mir einer richtig auf den Schuh, auch wenn das nicht ganz so schwerwiegend ist wie bei dir, aber es kommen wieder besser Zeiten. Wichtig ist aus Fehlern zu lernen oder besser gesagt, mit Schlussfolgerungen und Maßnahmen das Glück und die Freude an der Sache wieder zurückzuholen. 🙂

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  2. SekundenSammler

    Die Dinge müssen immer etwas kosten, damit sie in den Augen der Leute einen Wert bekommen. Traurig, aber wahr. Jedenfalls agierst Du mehr als fair, weshalb ich mir sicher bin, dass Dein Angebot auch nach Kürzung und Preiserhöhung noch sehr fair sein wird. Lass die Nase nicht hängen.

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