Archiv für den Monat: November 2014

#333/364 – ein ernstes Wort an FC Hansa Rostock

Meine treuen Leser wissen, dass ich als Zugereister sehr schnell die Liebe für den hanseatischen Fußball angenommen habe. Und das, obwohl ich in einer Stadt mit einem recht erfolgreichen Bundesligaverein groß geworden bin. Und mich eigentlich gar nicht für Fußball interessiere…
Ich war mehrfach im Ostseestadion und egal wie schlecht gespielt wurde (und das wurde leider sehr oft), die Stimmung, der Zusammenhalt und die Aura sind grandios. Unvergleichbar mit anderen Vereinen und deswegen bin ich immer gerne hingegangen und habe mitgefiebert. Mein Verein.
Nach den heutigen Ausschreitungen werde ich diese Begeisterung bewußt unterdrücken. Ich werde erst wieder mitfiebern, wenn wir alle zur Vernunft gekommen sind. Wenn keine Autos mehr angezündet werden, nur weil sie ein Kennzeichen des nächsten Gegners tragen. Wenn die Häuser nicht mehr mit Hetzparolen angesprüht werden, wenn keine Pflastersteine mehr auf Polizisten fliegen, wenn vom Platz gestellte Spieler nicht mehr unsportlich gegen die Bande treten und wenn die sich die völlig unnötigen Fouls nicht mehr so häufen. Wenn Bengalos nur noch für fotografische Zwecke gezündet werden, wenn keine Ständer vorm Freiraum mehr umgetreten werden, wenn keine Polizeiwachen mehr angegriffen werden, wenn die Polenböller nur zu Sylvester knallen (schlimm genug) und wenn es sich – ganz kurz auf den Punkt gebracht – endlich wieder um schönen Fußball dreht.
Ich gebe dem Verein natürlich nicht die Alleinschuld. Schuld sind wie immer nur einige wenige Chaoten. Ich gebe dem Verein aber sehr wohl die Schuld daran, dass das nicht unterbunden werden kann. Dass einzelne Spieler der Mannschaft es nicht schaffen, ihre Testosteronproduktion in den Griff zu bekommen und so ein wirklich dämliches Vorbild sind. Dass es möglich ist, dass Pyrotechnik ins Stadion kommt. Dass die wenigen Gewaltbereiten aus der Masse der wirklich beeindruckend treuen Fans noch immer nicht herauszuziehen sind. Und dass der Verein es dadurch immer wieder schafft, unsere Stadt herunterzuziehen.
Mein heutiger fotografischer Beitrag dreht sich dann also heute um meinen Beitrag, meine Steuern. Dieses Fiasko hat irrsinnig viel Geld verbraten.
Ein großer Dank geht an die jungen Polizisten, die heute in der Kälte der Stadt Ihre Pflicht für uns alle getan haben, ungedankt, im Verborgenen, weil es schick ist, sich gegen diese Jungs und Mädels zu stellen. Danke auch den Helfern der Rettungsdienste und den sonstigen ordnenden Händen. Ohne Euch hätte ich mich heute noch viel mehr schämen müssen. Ich werde nun zukünftig dafür eintreten, dass die Vereine für Eure Arbeit bezahlen müssen.
Mir fehlen die weiteren Worte. AHU!
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#332/364 – Werbung im Vorweihnachtsrummel

Ich war vorhin in der Stadt. Nach einem eher hektischen Bürotag war das eine Wohltat, zumal ich einige liebe Menschen getroffen habe. Ein paar Dinge bleiben dennoch befremdlich:
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Mir ist zudem aufgefallen, wie sehr mich Werbung anspricht.
Chapeau, Jacob und Alex!
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#330/364 – Workshop und ein komischer Bescheid

Mittwochs ist im Studio immer Workshopzeit. Heute war Jule19 vor der Kamera: ein echter Gewinn!
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Später dann flatterte mir noch ein Bescheid ins Haus. Per Post. Mit normalem Porto.
#wiedämlichistdasdenn #doublefacepalm #whenonefacepalm is not enoughIMG_9242
 
 

#329/364 – sänk you for träweling Deutsche Bahn

Hmm,
die Konferenz ist glatt verlaufen und der Rest des Tages gehörte der Schiene. An sich ein entspanntes Reisen (wenn einige der Mitmenschen nicht so völlig unkompatibel zum Rest der Welt wären). Dieser an sich positive Eindruck der Bahn wurde heute durch so einige Dinge getrübt: Zu erst ein übervoller und viel zu warmer Zug. Dann das einstündige Warten auf den Anschlußzug in einer Stadt, deren Namen ich schon wieder gelöscht habe. Dann Rattenkake auf dem Bahnsteig. Dann die erste Verspätung. Dann das Umbuchen der Reservierung, weil ein Wagen nicht mitgeführt wurde. Dann das Sitzen an der Schiebetür, die ständig auf und wieder zuging. Dann die kaputte Tür und die gerade kaputtgehende Nachbartür. Dann die Verspätung bei der Ankunft. Dann Hunger, eine zu kurze Umsteigezeit und kein Bistrowagen.  Dann die nicht eingeschaltete Heizung, ein aasig kalter Zug. Dann keine Steckdose für das Handyladekabel. Dann ein pampiger und etwas fauler Schaffner, in einem dreckigen Zug mit abgewetzten Sesseln und jeder Menge Defekten.
Wohlgemerkt, das war eine Reise Erster Klasse….
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#328/364 – Indonees Rijstafel

Heute bin ich wieder einmal auf Reisen, diesmal in die Niederlande. strahlender Sonnenschein, nette Begleitung (das muss ich jetzt mal sagen: mein Chef reist mit mir und liest diesen Blog auch).
Naturgemäß  geht bei solchen Reisen fotografisch nicht allzu viel. Ich muss Dinge vor undimage image image image nachbereiten, mit anderen Leuten dinieren und ab und zu auch tatsächlich arbeiten.
Es bleibt aber dennoch etwas Zeit. Zeit um die schönen Kleinigkeiten zu sehen, Zeit für einen schönen Gedanken und Zeit zum Nachdenken. ein paar dies Gefühle und Gedanken könnt Ihr aus der Bilderausbeute des heutigen Tages nachvollziehen:

#327/364 – Beginn der Vorweihnachtszeit

Heute habe ich endlich wieder Hochzeitbilder ausgeliefert. Erstaunlicherweise deckt sich mein Favorit mit dem meiner Klientel:
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Was ist am heutigen Totensonntag sonst so passiert?
Ich war zu einem Check-up auf dem noch nicht eröffneten Weihnachtsmarkt. Da fanden sich einige ganz interessante Details:
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#326/364 – Ein Wohnzimmerstudioonkel in Bremen

Heute habe ich erstmal meinen Neffen gesehen. 14 Wochen alt und ganz der Onkel. Ich zeige Euch noch keine Bilder von Ihm, er ist einfach zu süß …
Stattdessen ein versehentlich in der Bremer Straßenbahn abgefeuertes Bild
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ein kleines Detail aus der Wohnung meiner Tochter
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und eine Reminiszenz an meine Jugend: Ich habe einige der Beulen wiedergefunden, die ich seinerzeit in dieses Garagentor gebolzt hatte..
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