Schlagwort-Archive: soeinScheiß!

#999/364 – Umbauten

Verehrte Leserschaft
Hier ist seit über einer Woche kein neuer Post erschienen: Klammheimlich, still und leise habe ich mein Projekt 364 beendet.
Auf dieser Seite wird nun für eine kleine Weile Ruhe herrschen. Sie wird jetzt umgebaut zu meiner Landingpage, dem neuen Webauftritt. Das wird ein paar Wochen in Anspruch nehmen.
Bis es soweit ist, verweise ich Euch auf meinen Facebook-Auftritt und natürlich auf die Projekte in der Kohlenstoffwelt.
Ich danke allen geduldigen Lesern dieses Blogs, ich umarme Euch
Der Jensen
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(Danke an Jens Wolter für dieses Bild, Danke an Dieter für die Location und das zauberhafte Kleid)

378/364 – (Holls challenge day 11 – something touristic)

Ok, this is an easy one. I am still in Venice and there is hardly any town being more touristic than this one. In additon: I just come from a diner, which expenses were not far away from a bankrobbery.
Here are my touristic pictures of today:
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#366/364 – the day after

Ein Frohes Neues Jahr.
Auch den Rotfront-Aktivisten aus der Niklotstraße, die letzte Nacht einmal mehr jedem Klischee eines Anarchisten entsprachen.
Ihr habt mich nachhaltig überzeugt: durch das Sprengen von Mülltonnen werden wir dem idealen Staat, ohne Polizei, klassenlos und gleichbestimmt, homophil, anarchisch und visionär, mit Recht auf Arbeitslosigkeit, bedingungslosem Grundeinkommen und mit gleichen Chancen für alle bestimmt schnell näher kommen. Seitdem Ihr dieses Zeichen auf die Straße getragen habt, ist auch die Gleichberechtigung der Frau vorangeschritten. Das Sprengen des unterirdischen Müllcontainers ist eine wahre Reminiszenz an Eure Arbeit im Untergrund: Macht kaputt, was Euch kaputtmacht. Großartig!
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Ein solches Happening sollte viel öfter stattfinden, dann wird die Welt gleich viel besser. Ich bin dabei!

#365/364 – 2014 – eine Bilanz

Guten Rutsch an alle, viel Licht im neuen Jahr!
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Eine Bilanz des Projektes 364:
Neujahr 2014 startete ich dieses Projekt, bei dem jeder Tag in Bildern dokumentiert werden sollte. Die ersten drei Wochen geschah dies auf Facebook, danach auf diesem Blog.
Das Wohnzimmerstudio hat sich zwischenzeitlich behutsam kommerzialisiert, zum Glück aber ohne den ursprünglichen Geist zu verleugnen. Das war für mich eine der größten Herausforderungen in diesem Jahr und ist noch nicht ganz abgeschlossen. Ich bin froh und dankbar, dass das weitgehend funktioniert hat. Die weiteren guten Vorsätze für dieses Jahr wurden lautlos umgesetzt, Check!
Etwas Statistik  von WP generiert findet Ihr hier. Was nicht darin steht:
– Das Projekt BunkerNeun
– Drei Hochzeiten und kein Todesfall
– vierundzwanzig Workshops, immer mit Käsehäppchen und Wurst
– mehrere fotografische Weiterbildungsreisen (hier die nächste: kann ich sehr empfehlen)
– ein Schminkkurs
– drei Photowalks
– ein Rostocker Moment
– zwei Ausstellungen
– acht neue Kameras (plus minus eine)
– neu hinzugekommen sind ca 1,5 TB an Rohbildern, insgesamt ca 85.000 digitale und etwa 800 analoge. (Ich habe gerade einmal nachgetestet: ich kann mich tatsächlich an jedes einzelne erinnern)
Wie geht es weiter?
Was diesen Blog angeht, werde ich ihn nicht in der bisherigen Form weiterführen. Diese Seite bleibt bestehen, sie wird auch weiter befüllt. Die einzelnen Posts werden nicht zwangsläufig dem täglichen Erlebnisberichtsmuster folgen, denn auch dieser Blog hat eine Verjüngung verdient. Das ist alles noch etwas offen und hängt ganz maßgeblich von den Projekten in der Kohlenstoffwelt ab.
Projekte, Ideen und Vorsätze für das kommende Jahr:
– noch mehr darauf hören, ob das gerade gemachte Bild  auch wirklich mein Herz anfaßt
– Meine Webpräsenz überarbeiten (dafür könnte ich noch Hilfe gebrauchen)
– Ein Apfelbuch besorgen (dafür könnte ich noch Geld gebrauchen)
– Frische Bilder von glücklichen Fotografen: Gebrauchskunst von der Waterkant
– konzeptionelle Fotografie, ernst und durchdringend, bombastisch und minimal, sagend, trotzdem augenzwinkernd und immer so, dass keiner sich schämen muss
– etliche lustige Projekte und Workshops mit lustigen Menschen
– ein paar fotografische Bastelprojekte, seid gespannt.
– Dinge machen, die 2014 nicht zustande oder zu kurz kamen: z.B. Familie (Danke, Merle), ein Licht-/Ton-Projekt mit Werner, Musik, Zweitwohnzimmerstudio fertigstellen.
– und natürlich Aufträge zum Wohle aller Beteiligten erfüllen.
Gefragt nach einem Lieblingsbild: Ich habe keines. Nur ein Lieblingsmotto für das kommende Jahr
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Oh, und Henning war der einzige, der bemerkte, dass es eigentlich Projekt 365 heissen müsste. Ich habe mir dabei nichts besonderes gedacht. Ich wollte mich nur ein wenig von den anderen Projekt-365-Projekten abheben. Insofern ist das heute auch so etwas wie ein Bonuseintrag.

#360/364 – Rüdiger

Heute habe ich lange an Rüdiger gedacht. Alles Gute zum 48. Geburtstag.
Rüdi ist bereits seit einigen Jahren tot, er hat Förster gelernt.
Und wie durch Zufall sind mir dann heute auch drei Rehe vor die Flinte gelaufen. Nicht der einzige Grund, warum ich an ihn denken musste.
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#333/364 – ein ernstes Wort an FC Hansa Rostock

Meine treuen Leser wissen, dass ich als Zugereister sehr schnell die Liebe für den hanseatischen Fußball angenommen habe. Und das, obwohl ich in einer Stadt mit einem recht erfolgreichen Bundesligaverein groß geworden bin. Und mich eigentlich gar nicht für Fußball interessiere…
Ich war mehrfach im Ostseestadion und egal wie schlecht gespielt wurde (und das wurde leider sehr oft), die Stimmung, der Zusammenhalt und die Aura sind grandios. Unvergleichbar mit anderen Vereinen und deswegen bin ich immer gerne hingegangen und habe mitgefiebert. Mein Verein.
Nach den heutigen Ausschreitungen werde ich diese Begeisterung bewußt unterdrücken. Ich werde erst wieder mitfiebern, wenn wir alle zur Vernunft gekommen sind. Wenn keine Autos mehr angezündet werden, nur weil sie ein Kennzeichen des nächsten Gegners tragen. Wenn die Häuser nicht mehr mit Hetzparolen angesprüht werden, wenn keine Pflastersteine mehr auf Polizisten fliegen, wenn vom Platz gestellte Spieler nicht mehr unsportlich gegen die Bande treten und wenn die sich die völlig unnötigen Fouls nicht mehr so häufen. Wenn Bengalos nur noch für fotografische Zwecke gezündet werden, wenn keine Ständer vorm Freiraum mehr umgetreten werden, wenn keine Polizeiwachen mehr angegriffen werden, wenn die Polenböller nur zu Sylvester knallen (schlimm genug) und wenn es sich – ganz kurz auf den Punkt gebracht – endlich wieder um schönen Fußball dreht.
Ich gebe dem Verein natürlich nicht die Alleinschuld. Schuld sind wie immer nur einige wenige Chaoten. Ich gebe dem Verein aber sehr wohl die Schuld daran, dass das nicht unterbunden werden kann. Dass einzelne Spieler der Mannschaft es nicht schaffen, ihre Testosteronproduktion in den Griff zu bekommen und so ein wirklich dämliches Vorbild sind. Dass es möglich ist, dass Pyrotechnik ins Stadion kommt. Dass die wenigen Gewaltbereiten aus der Masse der wirklich beeindruckend treuen Fans noch immer nicht herauszuziehen sind. Und dass der Verein es dadurch immer wieder schafft, unsere Stadt herunterzuziehen.
Mein heutiger fotografischer Beitrag dreht sich dann also heute um meinen Beitrag, meine Steuern. Dieses Fiasko hat irrsinnig viel Geld verbraten.
Ein großer Dank geht an die jungen Polizisten, die heute in der Kälte der Stadt Ihre Pflicht für uns alle getan haben, ungedankt, im Verborgenen, weil es schick ist, sich gegen diese Jungs und Mädels zu stellen. Danke auch den Helfern der Rettungsdienste und den sonstigen ordnenden Händen. Ohne Euch hätte ich mich heute noch viel mehr schämen müssen. Ich werde nun zukünftig dafür eintreten, dass die Vereine für Eure Arbeit bezahlen müssen.
Mir fehlen die weiteren Worte. AHU!
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#330/364 – Workshop und ein komischer Bescheid

Mittwochs ist im Studio immer Workshopzeit. Heute war Jule19 vor der Kamera: ein echter Gewinn!
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Später dann flatterte mir noch ein Bescheid ins Haus. Per Post. Mit normalem Porto.
#wiedämlichistdasdenn #doublefacepalm #whenonefacepalm is not enoughIMG_9242
 
 

#329/364 – sänk you for träweling Deutsche Bahn

Hmm,
die Konferenz ist glatt verlaufen und der Rest des Tages gehörte der Schiene. An sich ein entspanntes Reisen (wenn einige der Mitmenschen nicht so völlig unkompatibel zum Rest der Welt wären). Dieser an sich positive Eindruck der Bahn wurde heute durch so einige Dinge getrübt: Zu erst ein übervoller und viel zu warmer Zug. Dann das einstündige Warten auf den Anschlußzug in einer Stadt, deren Namen ich schon wieder gelöscht habe. Dann Rattenkake auf dem Bahnsteig. Dann die erste Verspätung. Dann das Umbuchen der Reservierung, weil ein Wagen nicht mitgeführt wurde. Dann das Sitzen an der Schiebetür, die ständig auf und wieder zuging. Dann die kaputte Tür und die gerade kaputtgehende Nachbartür. Dann die Verspätung bei der Ankunft. Dann Hunger, eine zu kurze Umsteigezeit und kein Bistrowagen.  Dann die nicht eingeschaltete Heizung, ein aasig kalter Zug. Dann keine Steckdose für das Handyladekabel. Dann ein pampiger und etwas fauler Schaffner, in einem dreckigen Zug mit abgewetzten Sesseln und jeder Menge Defekten.
Wohlgemerkt, das war eine Reise Erster Klasse….
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#321/364 – ein nicht so monochromer Montag

Einmal mehr gab es heute – fotografisch gesehen – nicht soooo viel zu berichten. Zuerst wurd im Studio die Traverse eingebaut und bei Roland ein bißchen Hardware abgegriffen.
Ich habe danach ein bißchen Quatsch mit der Zweitkamera gemacht, Aquise betrieben und mit vielen Menschen geredet. Fast alle der Beweisbilder sind auch scharf geworden, trotz widriger Lichtverhältnisse. Und das schönste ist: das ist überhaupt nicht wichtig….
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